Warum keine Kundentreue? Welche Fehler Irina in ihrem Blumengeschäft macht und warum Manipulationen, wie Preissenkungen etc., keine dauerhafte Kundschaft bringt. Du weisst es? Perfekt, dann brauchst du hier nicht weiterzulesen. Ansonsten lies den Artikel und finde ein Geheim-Tipp von Simon Sinek: Goldener Kreis der Kommunikation

 

Irina’s Traum

Irina will ihren Traum verwirklichen. Als Mutter von zwei Söhnen hat sie ein Grossteil ihres Lebens mit der Erziehung der Kinder verbracht. Mittlerweile sind die Jungs gross und gehen ihrer eigenen Arbeit nach. Irina ist gelernte Floristin und liebt Blumen und Pflanzen über alles.

Eines Tages entschliesst sie sich ein kleines Blumengeschäft aufzumachen. Mit der Hilfe ihres Mannes sucht sie sich eine geeignete Location. In der mittelgrossen Stadt, in der die Familie lebt und ein Haus besitzt. Nach etwas suchen finden sie eine leerstehende Immobilie. Das Lokal eigent sich sehr gut für einen Kleingewerbebetrieb. Es liegt perfekt in einer Fussgängerpassage. Der Traffic ist also garantiert.

 

Der Beginn

Zu Beginn läuft es recht gut. Das Geschäft läuft und es spricht sich schnell herum, dass Irina wieder im Business ist. Ihr Business Wissen reicht gerade so aus, um den Start gut hinzubekommen. Durch den grossen Freundeskreis in der Kleinstadt, kommen die meisten Kunden aus der sozialen Umgebung. Viele der Kunden kommen auch regelmässig und gerne zu Irina.

Irina liebt es jeden Tag aufzustehen und schöne Blumensträusse für die Kundschaft zu gestalten. Der Duft der frischen Blumen ist wie Magie für Ihre Sinne. Sie ist nicht einfach eine Blumenverkäuferin, Sie will Leidenschaft, Freude und Begeisterung in Form von bunten Sträussen verkaufen. Beratung, Service und Spezialanfertigungen gehören natürlich dazu.

 

Keine Kundentreue

Nun harzt das Geschäft ein wenig. Sie beginnt aktiver nach Kunden zu suchen. Macht Werbung in der lokalen Zeitschrift. Das bringt zwar etwas, aber Irina bringt nicht genügend Neukunden in den Laden. Schnell ist die Idee von lukrativen Preisangeboten geboren. Schliesslich machen es ihr die grossen Discounter ja vor. Preissenkungen, Gratis-Probe-Straus und kostenlose Pflegemittel sind Massnahmen, welche den gewünschten Erfolg herbei bringen sollen. Tatsächlich kommen neue Interessenten ins Lokal. Die Kundschaft wird grösser.

Irina stellt aber fest, dass die meisten Kunden nur einmal kommen. Sie beschwert sich abends beim Ehemann und ist unzufrieden. Wieso kommen die meisten Kunden nur einmal? Warum sind sie keine Wiederkäufer? Etwas ratlos denkt die Blumenfachfrau bereits ans Aufgeben. Wie kann sie sich genügend Business Wissen aneignen? Was muss sie ändern?

 

Warum tun wir was wir tun

Wie vielen anderen Business Menschen geht es momentan Irina. Sie ist vom Pfad ihres grundsätzlichen Tuns abgewichen. Die Preismassnahmen ist nicht ihre Welt und deckt sich nicht mit den inneren Werten. Manipulationen sind zwar kurzfristig erfolgreich und bringen neue Kunden. Jedoch ist die Strategie in ihrem Beispiel konträr zum Sinnbild ihres Tuns. Durch solche Massnahmen verlässt Irina den Kern der Leidenschaft. Sie liebt es Blumen zusammen zu stellen. Sie liebt es, die Leidenschaft des Blumenstrauss dem Käufer zu vermitteln. Blumen sprechen Sprachen. Ein Mann, der Blumen nach Hause bringt ist meistens der King. Warum gelingt es Irina nicht, diese Botschaft zu vermitteln?

 

Der goldene Kreis der Kommunikation

Hier kommt ein ganz spannender Ansatz von Simen Sinek. Simon Sinek ist Autor des Beststellers „Frage immer erst WARUM“ (im engl. „Start with Why“). Im Buch spricht er vom goldenen Kreis der Kommunikation. Er zeigt auf was erfolgreiche Unternehmen anders machen als eben nicht erfolgreiche oder durchschnittliche Firmen. Mit dem Busniss Wissen aus der Lektüre wird schnell klar, dass Firmen, Geschäfte, Privatpersonen und Politiker dieses Konzept für sich nutzen können. Und es ist beeindruckend einfach. Das WARUM steht immer im Zentrum. Erkläre den Menschen WARUM du etwas tust.

Kommuniziere immer auf dieser Basis und du gibst deiner Tätigkeit Sinn. Sinn, welcher inspiriert und Käufer begeistert. Sie werden zu Fans! Spannend finde ich, dass dieser Ansatz auf allen Ebenen anwendbar ist. Sei es auf bei der Firmenphilosophie, einem Produktkonzept oder politischen Ausrichtung. Es ist Ganzheitlich anwendbar. Der goldene Kreis der Kommunikation ist eben nicht „nur“ für die Kommunikation einsetzbar. Er kann komplett in eine Unternehmens-Kultur eingebettet werden. Und es spielt keine Rolle wie gross eine Firma ist.

 

Die Veränderung

Mit diesem Business Wissen verändert sich Irina’s Blumengeschäft vollkommen. Sie konzentriert sich auf das WARUM und lässt Manipulationen ganz auf der Seite. Ihre Kernbotschaft „Mit meiner Liebe zu Blumen bringe ich meinen Kunden Freude ins Wohnzimmer“ hat sie eine ganz andere Wirkung wie „Jetzt 20% auf Rosensträusse“. Der Kunde, der die gleichen Werte teilt wie Irina, wird ein treuer Kunde. Die anderen eben nicht. Nur diese sind auch anderen Firmen nicht treu. Irina will Treue, Wiederkehrende und Fans!

Persönlich kann ich das Buch sehr empfehlen. Es inspiriert unheimlich. Gibt völlig neue Impulse. Es hat mir in vielen Bereichen die Augen geöffnet. So simpel ist im Grunde Simon Sinek’s Ansatz. Per Zufall an einem Referat habe ich davon erfahren. Ein Zuhörer hat mir erklärt, dass er dieses Buch am lesen sei. Mich hat es sofort fasziniert und am gleichen Abend habe ich es mir bestellt. Business Wissen für jede Geschäftsfrau und jeden Geschäftsmann und solche die es werden wollen 🙂

 

 

 

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Über Simon Sinek (Quelle Wikipedia)

Sinek schloss ein Studium der Kulturanthropologie an der Brandeis University ab. Er lebt in New York und unterrichtete dort 2005/2006 an der Columbia University strategische Kommunikation.

Im Oktober 2014 hielt er für die Telekom Austria einen Vortrag

Sineks erster TEDx Talk über „Wie großartige Führungspersönlichkeiten zur Handlung inspirieren“ ist das meistgesehene TEDx-Video auf TED.com.

Sinek ist Autor für die The New York Times und die The Washington Post. Seine Methoden finden in der Ausbildung an der Nellis Air Force Base Verwendung. Auch ist er Mitarbeiter der amerikanischen „Denkfabrik“ RAND Corporation.